Linux-Kernel 2.6.15 mit verbesserter NTFS-Unterstützung
Zusammenfassung
Linus Torvalds gab im Januar 2006 nach sieben Release Candidates den Kernel 2.6.15 frei. Er brachte Änderungen am Software-RAID, einen NTFS-Treiber mit eingeschränkter Schreibunterstützung und erste Unterstützung für das NAS Linksys NSLU2. Umstritten war die Funktion vm_insert_page(), die Torvalds auch Nvidias proprietären Treibern zugänglich machte.
Ideen
- Der NTFS-Treiber konnte Dateigrößen ändern, aber keine Dateien anlegen oder löschen.
- Bei stark fragmentierten Dateien verweigerte der Treiber den Schreibzugriff, statt Daten zu beschädigen.
- Die Freigabe einer Kernel-Funktion für Binärtreiber löste Grundsatzdebatten aus.
- Der neue Kernel setzte udev 071 voraus.
- Der alte Bluetooth-Treiber bluetty wich dem BlueZ-Stack.
Einsichten
- Vorsichtige Fehlerbehandlung ist bei fremden Dateisystemen wichtiger als Funktionsumfang.
- Der Umgang mit proprietären Treibern bleibt ein Dauerkonflikt der Kernel-Entwicklung.
Fakten
- 2.6.15 erschien nach sieben Release Candidates.
- Die Unterstützung für den Linksys NSLU2 hielt schrittweise Einzug in den Kernel.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung stellt die Debatte um Binärtreiber knapp dar, ohne Torvalds' Begründung zu nennen.
Bemerkungen
- Vollständigen NTFS-Schreibzugriff brachte zunächst ntfs-3g über FUSE; seit Linux 5.15 gibt es den Kerneltreiber ntfs3.
Empfehlungen
- Sichere Daten, bevor du fremde Dateisysteme wie NTFS unter Linux beschreibst.
- Prüfe bei Kernel-Updates die Anforderungen an Userspace-Werkzeuge wie udev.
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