OpenVZ soll in den Linux-Kernel gebracht werden
Zusammenfassung
SWsoft wollte 2006 laut CNet seine freie Virtualisierungstechnik OpenVZ in den offiziellen Linux-Kernel bringen, unterstützt von Red Hat. OpenVZ richtet Virtual Private Server ein, die sich einen Kernel teilen und dadurch sehr effizient sind. Red Hat trieb parallel die Konkurrenztechnik Xen voran und kündigte Xen-Virtualisierung für das nächste RHEL an.
Ideen
- Virtualisierung auf Betriebssystemebene teilt einen Kernel zwischen vielen Umgebungen.
- Die Entwickler sahen darin den nächsten Schritt nach Multiuser und Multitasking.
- OpenVZ war der freie Kern des kommerziellen Produkts Virtuozzo.
- Red Hat setzte zugleich auf OpenVZ und Xen.
- OpenVZ brauchte Kernel-Änderungen für die Ressourcenverwaltung, die erst akzeptiert werden mussten.
Einsichten
- Der Weg in den Mainline-Kernel entscheidet über die langfristige Verbreitung einer Technik.
- Konkurrierende Ansätze werden im Kernel oft in allgemeinere Bausteine zerlegt.
Fakten
- OpenVZ stammte von SWsoft, dem Hersteller von Virtuozzo.
- Red Hat integrierte Xen bereits in Fedora.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung beruht auf einem Zweitbericht; eine Stellungnahme der Kernel-Maintainer Torvalds und Morton fehlt.
Bemerkungen
- OpenVZ kam nie vollständig in den Kernel; seine Entwickler trugen aber wesentlich zu Namespaces und cgroups bei, auf denen LXC und Docker aufbauen.
Empfehlungen
- Setze für Container auf Mainline-Funktionen wie Namespaces und cgroups.
- Wähle zwischen Containern und virtuellen Maschinen nach Isolationsbedarf, nicht nur nach Leistung.
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