SuSE Linux 7.1 mit Kernel 2.4 ab 10. Februar
Zusammenfassung
SuSE kündigte im Januar 2001 an, SuSE Linux 7.1 am 10. Februar mit dem gerade erschienenen Kernel 2.4 auszuliefern. Der neue Kernel brachte besseren Mehrprozessorbetrieb, bis zu 64 GByte Speicheradressierung, ein 64-Bit-Dateisystem sowie bessere USB-, ISA-Plug-and-Play- und ACPI-Unterstützung. Zusätzlich lag der bewährte Kernel 2.2.18 bei, dazu glibc 2.2 und KDE 2.0.1.
Ideen
- Eine Distribution bot neuen und bewährten Kernel zur Wahl an.
- Kernel 2.4 verbesserte vor allem Hardwareunterstützung für Desktops und Notebooks.
- USB-Unterstützung wurde auch in die ältere 2.2-Serie zurückportiert.
- Mit GnuPG signierte RPM-Pakete sollten Systemupdates absichern.
Einsichten
- Distributionen puffern das Risiko neuer Kernel, indem sie Alternativen mitliefern.
- USB und ACPI waren Anfang der 2000er die Schlüssel für Linux auf dem Desktop.
Fakten
- Kernel 2.4 unterstützte bis zu 64 GByte Arbeitsspeicher.
- Kernel 2.2.18 brachte NFS Version 3 und Unterstützung für den Pentium 4.
- SuSE Linux 7.1 Personal kostete 89 DM, die Professional-Version 129 DM.
Referenzen
Kritik
- Als Produktankündigung nennt die Meldung nur Funktionen, keine Erfahrungen mit dem sehr neuen Kernel.
Empfehlungen
- Setze neue Kernel-Hauptversionen zuerst auf Testsystemen ein und halte einen bewährten Kernel als Rückfall bereit.
- Konfiguriere den Bootloader so, dass ein älterer Kernel auswählbar bleibt.
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