CUPS: Drucken im Unix-Netz
Zusammenfassung
Kurt Pfeifle stellte beim Chemnitzer Linux-Tag 2001 CUPS vor, das Common UNIX Printing System. CUPS ersetzte die alten Drucksysteme unter Linux und Unix vollständig und baute auf dem Internet Printing Protocol IPP auf, dem kommenden Standard für das Drucken im Netz. Eine Vorführung zeigte, wie man sich mit CUPS-O-Matic in Minuten eine grafische Oberfläche für einen Drucker erzeugt.
Warum Drucken unter Linux ein Problem war
Vor CUPS war Drucken unter Linux berüchtigt. Die klassischen Systeme lpd und LPRng kannten kaum Druckeroptionen, und wer Papierfach oder Auflösung wählen wollte, musste sperrige Ghostscript-Befehle beherrschen. CUPS brachte eine einheitliche Architektur mit Filtern, Treiberbeschreibungen und einer Weboberfläche.
CUPS war 2001 bereits Standard bei easyLinux 2.2 und Mandrake 7.2, SuSE und Caldera wollten es als Option anbieten. Pfeifles CUPS-FAQ war eine zentrale Anlaufstelle für Ratsuchende.
Was daraus wurde
CUPS wurde zum Standard-Drucksystem praktisch aller Linux-Distributionen und von macOS: Apple übernahm 2007 die Rechte an CUPS und beschäftigte den Entwickler Michael Sweet. Heute pflegt das Projekt OpenPrinting die Linux-Seite. Dank IPP Everywhere drucken moderne Netzwerkdrucker sogar ohne eigenen Treiber, und aus CUPS-O-Matic wurde das Treibersystem Foomatic.
Ideen
- Ein einheitliches Drucksystem ersetzt viele Einzellösungen.
- Ein offener Netzwerkstandard wie IPP macht Drucken zukunftssicher.
- Druckerbeschreibungen erzeugen automatisch passende Bedienoberflächen.
Einsichten
- Auf offene Standards zu setzen zahlt sich oft über Jahrzehnte aus.
- Gute Dokumentation und FAQs tragen ebenso zum Erfolg bei wie der Code.
Fakten
- CUPS steht für Common UNIX Printing System und basiert auf dem Internet Printing Protocol.
- Apple erwarb 2007 die Rechte an CUPS.
- Der Vortrag richtete sich vorrangig an Einsteiger.
Referenzen
Bemerkungen
- Moderne Drucker mit IPP Everywhere oder AirPrint lassen sich unter Linux oft ganz ohne herstellerspezifischen Treiber nutzen.
Empfehlungen
- Achte beim Druckerkauf auf IPP Everywhere, dann klappt das Drucken unter Linux meist ohne Treibersuche.
- Nutze die Weboberfläche von CUPS unter localhost:631 zur Fehlersuche.
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