Energiewende zu Hause: Open Source ohne Cloud
Zusammenfassung
Daniel Schreiber vom Universitätsrechenzentrum der TU Chemnitz zeigte bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2025, wie man die Energiewende zu Hause mit Open Source und ohne Cloud umsetzt. Freie Projekte decken das Messen der Stromerzeugung, die Speicherung, das Steuern von Verbrauchern und die Optimierung des Strombezugs ab und arbeiten gut zusammen. Anders als die meisten Herstellerlösungen funktioniert das auch ohne Cloud und mit Geräten verschiedener Hersteller.
Warum ohne Cloud?
Viele Wechselrichter, Batteriespeicher und Wallboxen lassen sich ab Werk nur über die App und die Cloud des Herstellers steuern. Das bindet an einen Anbieter, schickt Verbrauchsdaten ins Internet und funktioniert nicht mehr, wenn der Dienst abgeschaltet wird oder die Internetverbindung ausfällt. Lokale Open-Source-Lösungen lesen die Geräte direkt im Heimnetz aus und steuern sie dort.
Bekannte Beispiele für solche Projekte sind OpenDTU zum Auslesen von Mikro-Wechselrichtern, evcc zum Laden des Elektroautos mit Solarüberschuss und Home Assistant als Zentrale für Messwerte und Automatisierungen. Welche Projekte der Vortrag im Einzelnen vorstellte, geht aus der Ankündigung nicht hervor.
Der Mehrwert
Wer Erzeugung und Verbrauch kennt, kann Strom dann nutzen, wenn die eigene Anlage ihn liefert, etwa die Waschmaschine oder das Auto zur Mittagszeit. Das spart Geld und entlastet das Netz. Gleichzeitig lernt man viel über das eigene Haus. Der Vortrag richtete sich ausdrücklich an Einsteiger, die noch nicht tief im Thema stecken.
Ideen
- Lokale Open-Source-Lösungen ersetzen Hersteller-Clouds für Energiegeräte.
- Messen, Speichern, Steuern und Optimieren lassen sich mit freien Projekten verbinden.
- Geräte verschiedener Hersteller lassen sich gemeinsam steuern.
Einsichten
- Cloudbindung macht Energiegeräte abhängig von Anbieter und Internetverbindung.
- Wer den eigenen Verbrauch kennt, kann selbst erzeugten Strom besser nutzen.
Fakten
- Den Vortrag hielt Daniel Schreiber vom Universitätsrechenzentrum der TU Chemnitz.
- Der Vortrag richtete sich an Einsteiger in das Thema.
- Eine Videoaufzeichnung liegt bei media.ccc.de.
Referenzen
Bemerkungen
- OpenDTU, evcc und Home Assistant sind hier als verbreitete Beispiele genannt; sie stammen nicht aus der Vortragsankündigung.
Empfehlungen
- Prüfe vor dem Kauf von Wechselrichter, Speicher oder Wallbox, ob es eine lokale Schnittstelle wie Modbus oder eine Unterstützung in evcc oder Home Assistant gibt.
- Trenne Energiegeräte in ein eigenes Netz und gib ihnen nur den Zugriff, den sie wirklich brauchen.
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