Landrun: Linux-Prozesse ohne Root sandboxen
Zusammenfassung
Landrun macht Landlock-Regeln als unprivilegierte Kommandozeilen-Sandbox für beliebige Linux-Prozesse nutzbar.
Ideen
- Prozesse können ihre eigenen Rechte und die ihrer Kinder dauerhaft einschränken.
- Landlock ergänzt bestehende Unix-Rechte als stapelbares Linux Security Module.
- Dateiregeln unterscheiden Lesen, Schreiben, Ausführen und Verzeichnisoperationen.
- Neuere ABIs beschränken TCP-Ports, Signale und Unix-Sockets.
- Strikter Modus verhindert unbemerkte Schutzverluste auf älteren Kerneln.
Einsichten
- Selbstbeschränkung senkt Schadenspotenzial ohne privilegierten Sandbox-Daemon.
- Kompatibilitätsmodi tauschen Verfügbarkeit gegen überprüfbare Sicherheitsgarantien.
- Bereits geöffnete Ressourcen begrenzen nachträglich eingerichtete Isolation.
Fakten
- Landlock-Dateisystemschutz existiert seit Linux 5.13.
- TCP-Beschränkungen benötigen mindestens Linux 6.7 und ABI 4.
- Vor der Sandbox geöffnete Dateien unterliegen nicht nachträglich allen Regeln.
Empfehlungen
- Verwende im Sicherheitsbetrieb strikten Modus statt stiller Herabstufung.
- Erlaube nur dokumentierte Pfade, Bibliotheken und Netzwerkziele.
Referenzen
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