H. Peter Anvin kündigte am 24. Dezember 1998 das Spiegelnetz der Linux Kernel Archives an. Server in vielen Ländern übernahmen die Bäume /pub/linux und /pub/software von ftp.kernel.org vollständig und waren unter einem einheitlichen Namensschema erreichbar. Wer den Kernel herunterladen wollte, nutzte fortan ftp.xx.kernel.org mit dem eigenen Ländercode statt des überlasteten Hauptservers.
VIAG Interkom startete am 1. Oktober 1998 den Mobilfunkdienst „Citypartner“ als vierter deutscher Netzbetreiber. Das Netz deckte zunächst acht Ballungsräume mit rund 45 Prozent der Bevölkerung ab, außerhalb halfen über ein Swisscom-Abkommen die Netze D1, D2 und E-Plus aus. Besonders war der Citytarif: In einer festgelegten Stadt kosteten Gespräche ins dortige Ortsnetz ganztägig 29 Pfennig pro Minute.
Microsoft veröffentlichte im August 1998 endgültige Patches für Sicherheitslücken in seiner Implementierung des Point-to-Point Tunneling Protocol. PPTP diente vor allem zum Aufbau von VPNs über das Internet; die Probleme waren Anfang Juni bekannt geworden. Das Sicherheitsbulletin 98-012 empfahl die Updates für DFÜ-Netzwerke unter Windows 95 und 98 sowie für RAS unter Windows NT 4.0.
Laut Netcraft überschritt Apache im August 1998 erstmals die Marke von 50 Prozent aller erfassten Webserver, ohne Ableger mitzuzählen. Microsoft kam auf 22,69 und Netscape auf 8,22 Prozent, doch alle drei gewannen Server hinzu. Mit Derivaten wie Apache-SSL und Stronghold erreichte Apache 54,99 Prozent.
Intel senkte im Januar 1998 seine Prozessorpreise um etwa ein Drittel. Ein Pentium II mit 233 MHz kostete danach 268 Dollar, die 333-MHz-Version war in größeren Stückzahlen für 722 Dollar erhältlich. Noch im selben Jahr wollte Intel die gesamte Produktion auf Pentium II umstellen.
Der Grafikkartenhersteller 3dfx richtete im Januar 1998 auf seinem Newsserver news.3dfx.com eine eigene Newsgroup für die kommende Voodoo2 ein. Der Server galt als wichtiger Support- und Infostützpunkt für Voodoo-Besitzer. Golem empfahl, den Newsreader auf den Server einzustellen und die Gruppe 3dfx.products.voodoo2 zu abonnieren.
Japanische Hersteller wie Hitachi, Toshiba, Fujitsu und Mitsubishi drosselten im Januar 1998 ihre Investitionen in neue Speicherchipfabriken. Wegen stark gefallener RAM-Preise warfen die Fabriken nicht mehr genug Gewinn ab. Durch künstliche Verknappung sollten die Preise wieder steigen.