Intel verzögert MMX-Prozessor P55C
Zusammenfassung
Intel verschob 1996 den Pentium P55C mit der Multimediaerweiterung MMX auf das Frühjahr 1997. Der Prozessor sollte doppelt so große Caches wie der damalige Pentium bieten und mit 166 und 200 MHz erscheinen. Als Grund nannte Intel, dass Kunden vor allem die 200-MHz-Version wollten, die vor Weihnachten nicht in ausreichender Menge lieferbar gewesen wäre.
Ideen
- MMX brachte SIMD-Befehle für Multimedia in den x86-Massenmarkt.
- Größere Caches verbesserten die Leistung unabhängig von der Taktfrequenz.
- Intel richtete den Starttermin an der erwarteten Nachfrage nach der schnellsten Variante aus.
Einsichten
- Liefertermine bei Prozessoren folgen oft Fertigungsausbeute und Marktkalkül, nicht nur der Technik.
- Eine offiziell begründete Verschiebung sagt wenig über die tatsächlichen Engpässe aus.
Fakten
- Geplant waren Versionen mit 166 und 200 MHz Takt.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung übernimmt Intels Begründung ohne Einordnung; mögliche Fertigungsprobleme bei 200 MHz werden nicht hinterfragt.
Bemerkungen
- Der Pentium MMX kam Anfang 1997 auf den Markt; MMX war der Vorläufer späterer SIMD-Erweiterungen wie SSE.
Empfehlungen
- Plane Hardwarebeschaffungen nicht auf angekündigte Termine, sondern auf tatsächlich lieferbare Modelle.
- Bewerte neue Befehlssatzerweiterungen danach, ob deine Software sie überhaupt nutzt.
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