Sicherheitslücken: Netzwerkmonitoringtool Zabbix kann Passwörter leaken
Zusammenfassung
Zabbix schloss im August 2024 acht Sicherheitslücken in seinem Netzwerkmonitoring. Am schwersten wog CVE-2024-22116, über die Administratoren mit eingeschränkten Rechten Code im Kontext des Ping-Skripts ausführen konnten. Außerdem zeigte das Audit-Log des Frontends Passwörter im Klartext an.
Ideen
- Monitoring-Systeme haben Zugriff auf viele andere Systeme und sind deshalb besonders kritisch.
- Auch eingeschränkte Adminrollen können zur vollständigen Übernahme führen.
- Audit-Logs dürfen keine Geheimnisse im Klartext enthalten.
- Weitere Lücken betrafen die JavaScript-Engine, den Windows-Agent-Installer und Dateizugriffe.
Einsichten
- Die Kompromittierung eines Monitoring-Servers öffnet oft die ganze Infrastruktur.
- Protokollierung kann selbst zum Datenleck werden.
Fakten
- Die Lücken wurden in 5.0.43rc1, 6.0.31rc1, 6.4.16rc1 und 7.0.0rc3 geschlossen.
- CVE-2024-22116 galt trotz nötiger Adminrechte als kritisch.
Referenzen
Kritik
- Die genannten Korrekturversionen sind Release Candidates; ob stabile Versionen verfügbar waren, bleibt offen.
Empfehlungen
- Beschränke Adminrollen im Monitoring auf das Nötige und prüfe Skriptrechte.
- Prüfe Protokolle deiner Werkzeuge darauf, ob sie Passwörter oder Tokens enthalten.
Links zur Originalquelle und zum Webarchiv öffnen einen neuen Tab.