Ein tatsächlich im Wasser gekühlter PC
Zusammenfassung
DIY Perks nahm den Begriff Wasserkühlung 2023 wörtlich und versenkte einen vollständig gekapselten PC in einem Teich mit 17 Grad kaltem Wasser. Die Wärme gelangt direkt an das umgebende Wasser, das als riesiger, stets kühler Wärmespeicher dient. Verbaut waren unter anderem eine RTX 4090, SSDs vom Typ Crucial T700 und Wasserkühlungsteile von EK.
Das Prinzip
Gewöhnliche Wasserkühlungen transportieren Wärme zu einem Radiator, der sie an die Raumluft abgibt. Hier ersetzt ein Teich den Radiator: Das Gehäuse ist wasserdicht, und die Wärme wird über die Gehäusewand oder einen Wärmetauscher direkt ans Teichwasser abgegeben. Weil Wasser viel mehr Wärme aufnehmen kann als Luft und der Teich groß ist, bleibt die Kühlung auch unter Volllast sehr wirksam.
Die Herausforderungen liegen in der Abdichtung, in Kabeldurchführungen, in Kondenswasser im Inneren und im Bewuchs von Oberflächen im Wasser.
Was man daraus lernen kann
Ähnliche Ideen werden in großem Maßstab erprobt: Microsoft betrieb mit Project Natick ein Rechenzentrum auf dem Meeresgrund, und manche Rechenzentren nutzen Seewasser oder Flusswasser zur Kühlung oder geben Abwärme an Fernwärmenetze ab. Für den Heimgebrauch bleibt das Projekt ein Experiment, zeigt aber anschaulich, wie wichtig das Kühlmedium ist.
Ideen
- Ein Teich kann als großer, kühler Wärmespeicher für einen PC dienen.
- Wasser nimmt deutlich mehr Wärme auf als Luft.
- Ein gekapseltes Gehäuse braucht dichte Kabeldurchführungen und Schutz vor Kondenswasser.
Einsichten
- Das Kühlmedium bestimmt, wie viel Wärme sich abführen lässt.
- Was im Heimprojekt spektakulär wirkt, wird im Rechenzentrum ernsthaft erprobt.
Fakten
- Das Video erschien im Juli 2023.
- Die Teichtemperatur lag laut Beschreibung bei 17 Grad Celsius.
Referenzen
Bemerkungen
- Das Projekt wurde laut Videobeschreibung von ASUS gesponsert.
Empfehlungen
- Versuche so etwas nur mit Fehlerstromschutz und netzgetrennter Stromversorgung.
- Prüfe bei Kühlung mit Natur- oder Brauchwasser die Auswirkungen auf das Gewässer.
Links zur Originalquelle und zum Webarchiv öffnen einen neuen Tab.