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Proxmox VE und Ceph als hyperkonvergente Plattform

Zusammenfassung

Alwin Antreich von Proxmox Server Solutions zeigte bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2019, wie man mit Proxmox VE und Ceph einen hyperkonvergenten Cluster auf gängiger Hardware aufbaut. Hyperkonvergent heißt, dass Virtualisierung, Netzwerk, Speicher und Verwaltung eng zu einer softwaredefinierten Einheit verbunden sind. Der Cluster lässt sich über eine zentrale Weboberfläche wie ein einziges System verwalten.

Was ist Hyperkonvergenz?

Klassische Rechenzentren trennen Server für virtuelle Maschinen und ein eigenes Speichersystem, oft ein teures SAN. Bei Hyperkonvergenz übernimmt jeder Server beides: Er führt virtuelle Maschinen aus und stellt gleichzeitig Festplatten für einen gemeinsamen, verteilten Speicher bereit. Fällt ein Server aus, liegen die Daten noch auf den anderen, und die virtuellen Maschinen können dort weiterlaufen.

Proxmox VE ist eine freie Virtualisierungsplattform auf Debian-Basis mit KVM für virtuelle Maschinen und LXC für Container. Ceph ist ein verteiltes Speichersystem, das Daten mehrfach über die Server verteilt. Proxmox bindet Ceph direkt in seine Oberfläche ein.

Worauf es ankommt

Ein hyperkonvergenter Cluster braucht mindestens drei Server, damit bei einem Ausfall noch eine Mehrheit entscheiden kann. Wichtig sind außerdem ein schnelles, eigenes Netz für Ceph und Festplatten, die für diese Last geeignet sind. Für kleine Umgebungen und Labore ist die Kombination beliebt, weil sie ohne Lizenzkosten auskommt; kommerzieller Support ist optional.

Ideen

  • Jeder Server stellt zugleich Rechenleistung und Speicher bereit.
  • Ceph verteilt Daten mehrfach über alle Server.
  • Eine zentrale Weboberfläche verwaltet den ganzen Cluster.

Einsichten

  • Hyperkonvergenz ersetzt teure Spezialhardware durch Software auf Standardservern.
  • Verteilter Speicher stellt hohe Anforderungen an Netz und Festplatten.

Fakten

  • Proxmox VE nutzt KVM für virtuelle Maschinen und LXC für Container.
  • Ein Ceph-Cluster braucht für Ausfallsicherheit mindestens drei Knoten.
  • Den Vortrag hielt Alwin Antreich von der Proxmox Server Solutions GmbH.

Referenzen

Bemerkungen

  • Proxmox und Ceph waren 2024 erneut Thema bei den Chemnitzer Linux-Tagen, zusammen mit dem Proxmox Backup Server.

Empfehlungen

  • Plane für Ceph ein eigenes Netz mit mindestens 10 Gbit/s ein.
  • Teste den Ausfall eines Knotens, bevor du produktive Maschinen auf den Cluster legst.

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