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Der Restwert eines gehackten Rechners

Zusammenfassung

Brian Krebs aktualisiert im Oktober 2012 ein Schaubild aus der Zeit bei der Washington Post, das zeigt, wie Kriminelle einen gehackten Rechner zu Geld machen. Neu hinzu kommen Erpressung durch Ransomware und der Missbrauch von Profilen in sozialen Netzen. Das Schaubild richtet sich an Menschen, die glauben, auf ihrem Rechner gebe es nichts zu holen.

Warum das Schaubild trägt

Brian Krebs schreibt, noch keine Ausnahme von der Regel gefunden zu haben: Was einen Wert hat und sich weiterverkaufen lässt, dafür gibt es im Untergrund einen Dienst oder ein Produkt. Brian Krebs belegt das mit Werkzeugen eines einzelnen Anbieters, der Prüfprogramme für Konten bei Amazon, American Express, eBay, Facebook, iTunes, PayPal und Skype verkauft.

Wie konkret dieser Markt ist, zeigt eine spätere Rechnung von Brian Krebs zum Target-Datenleck: Gestohlene Kartendaten kosteten im Untergrund im Median zwischen 18 und 35,70 US-Dollar, je nach Zeitpunkt.

Ideen

  • Auch ein Rechner ohne Onlinebanking hat für Kriminelle Wert.
  • Fast jeder Bestandteil eines gehackten Rechners lässt sich verkaufen.
  • Ransomware verwandelt den Zugriff selbst in ein Erpressungsgeschäft.
  • Gekaperte Profile in sozialen Netzen werden für Reputation gehandelt.
  • Fertige Prüfwerkzeuge testen gestohlene Zugangsdaten bei großen Diensten.
  • Ein Bild erreicht Nutzer, die Fachtexte nicht lesen.

Einsichten

  • Der Satz „Bei mir gibt es nichts zu holen“ verkennt, dass der Rechner selbst die Ware ist.
  • Arbeitsteilung im Untergrund macht auch kleine Werte profitabel.
  • Wer Risiken erklären will, muss beim Selbstbild der Nutzer ansetzen.

Zitate

  • Nearly every aspect of a hacked computer and a user’s online life can be and has been commoditized. (Brian Krebs)

Fakten

  • Die Grafik geht auf eine Arbeit von Brian Krebs für die Washington Post zurück.
  • Die Fassung von 2012 ergänzt Ransomware und den Missbrauch sozialer Profile.
  • Ein einzelner Anbieter verkaufte Prüfwerkzeuge für Konten bei Amazon, eBay, PayPal und weiteren Diensten.
  • Karten aus dem Target-Datenleck kosteten laut Brian Krebs im Median 18 bis 35,70 US-Dollar.

Referenzen

Empfehlungen

  • Zeige das Schaubild Menschen, die Sicherheitsupdates für überflüssig halten.
  • Nutze für jeden Dienst ein eigenes Passwort, damit Prüfwerkzeuge ins Leere laufen.
  • Sichere Daten offline, damit Ransomware kein Druckmittel hat.

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