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Unsichere Werkseinstellung in WLAN-Routern von T-Online und Vodafone

Zusammenfassung

Viele Router von Telekom und Vodafone kamen 2011 mit einem vorkonfigurierten WPA-Schlüssel, der teils aus der MAC-Adresse der WLAN-Schnittstelle abgeleitet war. Angreifer konnten die MAC-Adresse mitlesen und den Schlüssel so erraten. Die Studenten Stefan Viehböck und Manuel Müller fanden bei knapp 14.000 Access Points, dass 17 bis 25 Prozent noch eine Standard-SSID von Speedport oder EasyBox nutzten, vermutlich meist mit Standardschlüssel.

Ideen

  • Ein aus öffentlich sichtbaren Daten berechneter Schlüssel ist kein Geheimnis.
  • Die MAC-Adresse eines Access Points lässt sich per Funk mitlesen.
  • Eine unveränderte Standard-SSID deutet auf eine unveränderte Standardkonfiguration hin.
  • Starke Verschlüsselung nützt nichts, wenn der Schlüssel vorhersagbar ist.

Einsichten

  • Hersteller-Voreinstellungen entscheiden über die Sicherheit von Millionen Anschlüssen.
  • Scheinbare Sicherheit durch aktivierte Verschlüsselung verleitet Nutzer, nichts zu ändern.

Fakten

  • Untersucht wurden Access Points in Stuttgart, München, Coburg und Berlin.
  • Betroffen waren Speedport-Modelle der Telekom und EasyBox-Modelle von Vodafone.

Referenzen

Kritik

  • Der Anteil verwundbarer Router ist nur aus den Standard-SSIDs geschlossen, nicht gemessen.

Empfehlungen

  • Ersetze voreingestellte WLAN-Schlüssel durch einen eigenen, zufällig erzeugten Schlüssel.
  • Ändere auch die Standard-SSID, damit Modell und Konfiguration nicht erkennbar sind.

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