Git verstehen und nutzen
Zusammenfassung
Stephan Beyer führte bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2009 in das verteilte Versionskontrollsystem Git ein. Git wurde damals bereits für Projekte wie den Linux-Kernel, Rails, VLC, Wine und X.org genutzt. Der Vortrag erklärte die Grundprinzipien und die tägliche Arbeit mit Git und gab Tipps für einen leichten Einstieg.
Was ist Git und warum verteilt?
Ein Versionskontrollsystem speichert jede Änderung an Dateien mit Autor, Zeitpunkt und Beschreibung. Ältere Systeme wie CVS oder Subversion haben einen zentralen Server, ohne den man kaum arbeiten kann. Bei Git hat jede Kopie die komplette Geschichte des Projekts. Man kann offline arbeiten, schnell Zweige anlegen und Änderungen später zusammenführen.
Linus Torvalds entwickelte Git 2005 in wenigen Wochen, nachdem der Kernel sein bisheriges Werkzeug BitKeeper nicht mehr kostenlos nutzen durfte. Im Mittelpunkt standen Geschwindigkeit, Unterstützung für viele parallele Zweige und die Sicherheit der Daten durch Prüfsummen.
Was daraus wurde
2009 war Git noch eines von mehreren verteilten Systemen neben Mercurial und Bazaar. Mit dem Erfolg von GitHub, gegründet 2008, setzte es sich fast vollständig durch. Heute ist Git der Standard für Softwareentwicklung und wird zunehmend auch für Dokumentation, Konfiguration und Infrastruktur genutzt.
Ideen
- Jede Git-Kopie enthält die vollständige Projektgeschichte.
- Zweige sind billig und machen paralleles Arbeiten einfach.
- Prüfsummen schützen die Geschichte vor unbemerkten Veränderungen.
Einsichten
- Werkzeuge, die aus echtem Bedarf großer Projekte entstehen, setzen sich oft breit durch.
- Plattformen wie GitHub können über den Erfolg eines Werkzeugs mitentscheiden.
Fakten
- Git entstand 2005, entwickelt von Linus Torvalds.
- 2009 nutzten unter anderem Linux, Rails, VLC, Wine und X.org Git.
- Als Vorkenntnis genügte laut Ankündigung, keine Angst vor der Kommandozeile zu haben.
Referenzen
Bemerkungen
- Git wird heute auch für Konfigurationen und Dokumentation eingesetzt, etwa beim Prinzip Infrastructure as Code.
Empfehlungen
- Lege auch für Konfigurationen und Skripte ein Git-Repository an, dann ist jede Änderung nachvollziehbar.
- Schreibe Commit-Nachrichten so, dass sie erklären, warum etwas geändert wurde.
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