Linux auf Linksys-Heimroutern
Zusammenfassung
Jens Kühnel zeigte bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2005, dass auf fast allen DSL- und WLAN-Routern für zu Hause Linux läuft, ohne dass die Besitzer es wissen. Am Beispiel von Linksys erklärte Kühnel, wie man ein eigenes Linux auf diese Geräte bringt und wie sich serielle Anschlüsse nachrüsten lassen. Kurz ging es auch um Router von Asus und D-Link.
Wie Linux auf den Router kam
Der bekannteste Router dieser Zeit war der Linksys WRT54G. Als bekannt wurde, dass seine Firmware auf Linux basierte, musste Linksys den Quellcode nach den Regeln der GPL veröffentlichen. Daraus entstanden freie Firmware-Projekte, allen voran OpenWrt, die aus einem einfachen Router einen vollwertigen kleinen Linux-Rechner machen.
Eine nachgerüstete serielle Schnittstelle ist dabei die Lebensversicherung: Geht beim Aufspielen eigener Firmware etwas schief, kommt man über sie trotzdem an die Konsole des Geräts. Entsprechend nannte der Vortrag Löterfahrung als Vorteil und Linux-Grundkenntnisse als dringend nötig.
Warum das wichtig ist
Freie Router-Firmware bietet oft mehr Funktionen und deutlich längere Sicherheitsupdates als die Herstellersoftware. Der Fall WRT54G zeigt außerdem, wie die GPL ganz praktisch wirkt: Weil der Code offengelegt werden musste, konnte eine Gemeinschaft darauf aufbauen. Ein Jahr später folgte bei den Linux-Tagen ein eigener Vortrag zu OpenWrt.
Ideen
- Viele Heimrouter sind kleine Linux-Rechner mit eingeschränkter Herstellersoftware.
- Eine nachgerüstete serielle Schnittstelle rettet Geräte nach fehlgeschlagenen Updates.
- Offengelegter GPL-Code ermöglicht freie Firmware-Projekte.
Einsichten
- Die GPL sorgt dafür, dass Gemeinschaften auf Herstellercode aufbauen können.
- Freie Firmware verlängert die Lebensdauer von Hardware.
Fakten
- Der Vortrag behandelte vor allem Router von Linksys, kurz auch Asus und D-Link.
- Als Webseite zum Beitrag war openwrt.org angegeben.
- Löterfahrung und Erfahrung beim Kompilieren galten als vorteilhaft.
Referenzen
Bemerkungen
- Besucher konnten ihre Router vorab am Stand vorbeibringen und sich beraten lassen.
Empfehlungen
- Prüfe vor dem Aufspielen freier Firmware in der Gerätedatenbank von OpenWrt, ob genau deine Hardwareversion unterstützt wird.
- Sichere die Originalfirmware und kläre, wie du im Notfall an die serielle Konsole kommst.
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