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Linus Torvalds gibt Linux-Kernel 2.4.0-prerelease frei

Zusammenfassung

An Silvester 2000 veröffentlichte Linus Torvalds den Linux-Kernel 2.4.0-prerelease, nachdem er die fertige Version ursprünglich für 2000 versprochen hatte. Kernel 2.4.0 sollte das erste große Update seit 2.2.0 vom Januar 1999 werden; Wired hatte ihn auf Platz 4 der „Vaporware 2000“ gesetzt. Testversionen gab es seit Mai 2000, die USB-Unterstützung war bereits in 2.2.18 zurückportiert worden.

Ideen

  • Zwischen zwei großen Kernel-Versionen lagen fast zwei Jahre.
  • Öffentliche Testversionen liefen über Monate vor dem Release.
  • Wichtige Funktionen gelangten schon vorab in die stabile Serie.
  • Mit iptables kam ein Paketfilter mit deutlich feineren Regeln als ipchains aus Kernel 2.2.

Einsichten

  • Lange Entwicklungszyklen erzeugen Druck und Spott, bis das Modell geändert wird.
  • Rückportierungen bringen gefragte Funktionen früher zu den Anwendern.

Fakten

  • Die letzte Testversion vor dem Prerelease war 2.4.0-test12 von Mitte Dezember 2000.
  • Wired listete Kernel 2.4 auf Platz 4 der „Vaporware 2000“.

Referenzen

Kritik

  • Die Meldung stellt die Verspätung in den Vordergrund, die Neuerungen wie iptables stehen erst am Ende.

Bemerkungen

  • Seit Linux 2.6 erscheinen Kernel in einem festen Rhythmus von etwa neun bis zehn Wochen, statt nach jahrelangen Entwicklungsphasen.
  • iptables prägte Linux-Firewalls fast zwei Jahrzehnte, bis nftables es ablöste.

Empfehlungen

  • Kündige Termine erst an, wenn der Stand sie realistisch zulässt.
  • Nutze Testversionen, um Hardwareprobleme vor dem finalen Release zu melden.

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