PGP-5-Beta für Linux verfügbar
Zusammenfassung
Im August 1997 erschien PGP 5.0 als öffentliche Beta für Linux, als ELF-Binärdatei für Intel. Offiziell galten US-Exportbeschränkungen, die Datei lag aber bereits auf dem niederländischen Hack-Tic-Server, und der Bezug von dort galt als legal. Parallel scannten Aktivisten in Norwegen die gedruckten Quelltexte für eine internationale Version PGP 5.0i.
Ideen
- Linux erhielt mit PGP 5 früh eine aktuelle Fassung der wichtigsten E-Mail-Verschlüsselung.
- Europäische Server verbreiteten Software, die die USA nicht exportieren durften.
- Die gedruckten Quelltexte bildeten die legale Grundlage einer internationalen Version.
Einsichten
- Exportbeschränkungen verschoben die Verbreitung von Kryptografie ins Ausland, statt sie zu verhindern.
- Frühe Linux-Unterstützung wichtiger Werkzeuge stärkte Linux als Arbeitsplattform.
Fakten
- Die Beta erschien als Intel-ELF-Binary für Linux.
- Die internationale Fassung sollte PGP 5.0i heißen.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung empfiehlt faktisch den Bezug einer Binärdatei von einem Drittserver, ohne auf Integritätsprüfung einzugehen.
Empfehlungen
- Installiere Kryptosoftware nur mit geprüfter Signatur oder aus nachvollziehbaren Quelltexten.
- Setze Betaversionen von Verschlüsselungssoftware nicht für wichtige Kommunikation ein.
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