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Unix-Source-Code für PGP 5.0i verfügbar

Zusammenfassung

1997 stand PGP 5.0i erstmals als Unix-Quelltext auf einem Server des DFN zum Download bereit. Möglich machte das eine Scan-Aktion um Ståle Schumacher: Die Quelltexte durften die USA nur gedruckt verlassen und wurden in Europa wieder digitalisiert. Die Windows- und Mac-Teile brauchten wegen aufwendiger Prüfung noch einige Wochen.

Ideen

  • US-Exportregeln behandelten starke Kryptografie als Rüstungsgut, gedruckte Bücher aber nicht.
  • Aktivisten scannten die gedruckten Quelltexte und machten daraus wieder lauffähigen Code.
  • Die internationale Version erhielt das Suffix „i“ zur Unterscheidung von der US-Fassung.
  • Fehlerbereinigung nach dem Scannen war der aufwendige Teil der Aktion.

Einsichten

  • Exportverbote für Software scheitern, wenn Code als Text veröffentlicht werden darf.
  • Rechtliche Umwege können technische Verbreitung beschleunigen, statt sie zu stoppen.

Fakten

  • Die Aktion leitete eine Gruppe um den Norweger Ståle Schumacher.

Referenzen

Kritik

  • Wie sichergestellt wurde, dass beim Scannen keine Fehler oder Manipulationen in den Kryptocode gelangten, erklärt die Meldung nicht.

Bemerkungen

  • Die USA lockerten ihre Exportregeln für Kryptografie ab 1999/2000 deutlich.

Empfehlungen

  • Prüfe Kryptosoftware anhand signierter Quellen und nachvollziehbarer Builds, nicht nur über ihren Downloadort.
  • Beachte bei Kryptografie die Exportregeln aller beteiligten Länder.

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