Ein interaktiver Linux-Rechner aus drei 8-Pin-Chips
Zusammenfassung
Dmitry Grinberg baut aus drei achtpoligen Chips einen handlötbaren Rechner, der Debian interaktiv ausführt.
Ideen
- Ein Mikrocontroller emuliert die für Linux erwartete MIPS-CPU.
- SPI-PSRAM stellt acht Megabyte Arbeitsspeicher bereit.
- Geteilte Pins verbinden RAM und SD-Karte durch sorgfältig gewählte Protokollzustände.
- Ein eigener Bootloader aktualisiert Firmware aus einer FAT-Partition.
- Extreme Beschränkungen machen jede Hardware- und Softwareabstraktion sichtbar.
Einsichten
- Künstliche Grenzen fördern Lösungen, die Standarddesigns niemals verlangen würden.
- Ein Computer definiert sich durch Fähigkeiten, nicht durch Bauteilzahl oder Geschwindigkeit.
- Protokollkenntnis kann fehlende Pins teilweise durch zeitliche Mehrfachnutzung ersetzen.
Fakten
- Der Rechner besteht aus Mikrocontroller, PSRAM und USB-Seriell-Chip.
- Debian bootet mit acht Megabyte RAM in ungefähr einer Minute.
- vi, make, objdump und gcc laufen auf der emulierten MIPS-Plattform.
Empfehlungen
- Baue zuerst mit konservativem Takt und prüfe jeden Bus einzeln.
- Lies Schaltplan, Flashanleitung und Pin-Sharing-Logik vollständig vor dem Löten.
Referenzen
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