Deutsche Glasfaser verlangt 60 Euro für die Routerfreiheit
Zusammenfassung
Die Deutsche Glasfaser berechnete Anfang 2021 Kunden 60 Euro, wenn sie statt des Betreiber-ONT einen eigenen Router direkt an die Glasfaser anschließen wollten, und verweigerte danach Vertragsänderungen. Das Onlinemagazin Deskmodder berichtete über eine Beschwerde bei Verbraucherzentrale und Bundesnetzagentur. Der Betreiber verstand Routerfreiheit so, dass Kunden hinter seinem ONT beliebige Geräte per LAN anschließen dürfen.
Ideen
- Ein ONT wandelt Licht in elektrische Ethernet-Signale um.
- Durch die Stromversorgung wird er zum aktiven Netzabschlusspunkt.
- Die Kundenbeschwerden in Foren zogen sich über Monate.
Einsichten
- Unterschiedliche Auslegungen desselben Begriffs verschieben Rechte zulasten der Kunden.
- Öffentliche Beschwerden bringen Regulierungsfragen oft erst in Bewegung.
Fakten
- Die Pauschale für die Routerfreiheit betrug 60 Euro.
- Die Beschwerde ging an Verbraucherzentrale und Bundesnetzagentur.
- Ein Praxisleitfaden der Bundesnetzagentur (ATRT) bestätigte im August 2020 die Anschlussdose als Netzabschlusspunkt, auch für FTTH.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung zitiert die Nutzungsbedingungen, lässt aber offen, wie viele Kunden betroffen sind.
Empfehlungen
- Vergleiche Glasfaserverträge auch nach Regelungen zu eigenen Endgeräten.
- Betreibe hinter einem Provider-ONT einen eigenen Router, um die Kontrolle über das Heimnetz zu behalten.
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