Web-Browser: Kritische Sicherheitslücke in Firefox geschlossen
Zusammenfassung
Im August 2015 nutzten Angreifer eine Lücke in der Same-Origin-Policy von Firefox aus, die nur Versionen mit integriertem PDF-Viewer betraf. Über Werbung auf einer russischen Website wurde Code verteilt, der lokale Dateien an einen Server in der Ukraine schickte. Gesucht wurden gezielt Entwicklerdateien: unter Linux etwa /etc/passwd, SSH-Konfigurationen und Shell-Historien, unter Windows FTP- und Subversion-Konfigurationen.
Ideen
- Der Angriff lief im lokalen Dateikontext und konnte so Dateien lesen und hochladen.
- Der Exploit hinterließ keine Spuren auf dem Rechner.
- Mozilla riet, Passwörter und Schlüssel in den betroffenen Dateien vorsorglich zu ändern.
- Adblocker schützten möglicherweise, weil der Code über Werbung kam.
Einsichten
- Entwickler- und Admin-Rechner sind wegen ihrer Zugangsdaten besonders lohnende Ziele.
- Ein im Browser eingebauter Dateibetrachter vergrößert die Angriffsfläche.
Fakten
- Das Update erschien als Firefox 39.0.3 und ESR 38.1.1.
- Mac-Rechner waren nicht Ziel des entdeckten Exploits.
Referenzen
Kritik
- Die Meldung stützt sich allein auf Mozillas Darstellung; wie viele Nutzer betroffen waren, bleibt offen.
Empfehlungen
- Lege SSH-Schlüssel nur passwortgeschützt ab und speichere Zugangsdaten nicht im Klartext in Konfigurationsdateien.
- Wechsle nach einem möglichen Datenabfluss Schlüssel und Passwörter, auch ohne Nachweis eines Missbrauchs.
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