Linux-Netzwerkparameter mit Kontext
Zusammenfassung
Leandro Moreira ordnet Linux-Netzwerkparameter ihren Positionen im Empfangs-, Queueing- und TCP-Pfad zu.
Ideen
- NAPI-Budgets begrenzen Paketarbeit pro Pollrunde und Zeitfenster.
- netdev_max_backlog puffert Pakete, wenn der Kernel sie nicht schnell genug verarbeitet.
- Queue-Disziplinen beeinflussen Burstverhalten, Fairness und Bufferbloat.
- TCP-Sende- und Empfangspuffer reagieren auf Speicher- und Lastbedingungen.
- Jeder Parameter benötigt einen passenden Messwert zur Erfolgskontrolle.
Einsichten
- Tuning ohne Daten verschiebt Engpässe meist nur zwischen Warteschlangen.
- Größere Puffer erhöhen Durchsatzreserven und zugleich mögliche Latenz.
- Netzwerkleistung entsteht entlang eines Pfads, nicht durch einen einzelnen sysctl-Wert.
Fakten
/proc/net/softnet_statzeigt unter anderem Drops und ausgeschöpfte Pollbudgets.tc -s qdiscliefert Statistiken der Ausgangswarteschlangen./proc/net/sockstathilft beim Beobachten von TCP-Speichernutzung.
Empfehlungen
- Ändere jeweils einen Parameter und speichere vorherige Werte.
- Miss Drops, Latenz, Durchsatz und CPU-Verteilung unter repräsentativer Last.
Referenzen
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